Orientierungen und Prinzipien unseres Handelns

 

1.3.Unser rechtlicher Auftrag: Bildung, Erziehung, Betreuung und Kinderschutz

 

 BayKiBiG (Auszüge aus Art. 13)

„Das pädagogische Personal in förderfähigen Kindertageseinrichtungen hat die Kinder in ihrer Einrichtung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen. Mit dem Ziel, zusammen mit den Eltern den Kindern die hierzu notwendigen Basiskompetenzen zu vermitteln. Dazu zählen beispielsweise positives Selbstwertgefühl, Problemlösefähigkeit, lernmethodische Kompetenz, Verantwortungsübernahme sowie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit. Das pädagogische Personal hat die Kinder ganzheitlich zu bilden und zu erziehen und auf deren Integrationsfähigkeit hinzuwirken. Der Entwicklungsbedarf des Kindes ist hierbei zu beachten.“

Die Arbeit in unserer Kindertagesstätte richtet sich nach den Zielen des BayKiBiG und dem darin enthaltenen Bayr. Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung (BEP)

 

Kinderschutzauftrag

„Zu den Aufgaben von Kindertageseinrichtungen zählt auch die Sorge um jene Kinder, deren Wohlergehen und Entwicklung gefährdet ist, und ihr Schutz vor weiteren Gefährdungen. Wohlergehen und Wohlbefinden des Kindes sind maßgebliche Voraussetzungen dafür, dass kindliche Lern- und Entwicklungsprozesse gelingen.“ (Art. 8.3.3. BEP)                                           „Erkennen und Abwenden akuter Kindeswohlgefährdungen ist ein komplexes Aufgabengebiet, mit dem viele verschiedene Stellen befasst sind … Viele Aufgaben können nur Fachkräfte wahrnehmen, die dafür besonders qualifiziert sind … Um den betroffenen Kindern und Familien in optimaler Weise helfen zu können, sind spezielle Fachkenntnisse und methodisches Erfahrungswissen unentbehrlich. Erforderlich ist daher, dass diese Stellen zusammenarbeiten, um mit vereinten Kräften den betroffenen Kindern und Familien Unterstützung, Hilfestellung und Schutz zu geben. Das vorrangige Ziel aller helfenden Instanzen ist es, zum Wohl des Kindes, mit den Eltern gemeinsam, eine einvernehmliche, die Gefährdung abwendende Lösung herbeizuführen.“ (Art. 8.3.3. BEP).

Für unsere Einrichtung wurde mit dem Jugendamt ein Vertrag zum Kinderschutz geschlossen, in dem als insoweit erfahrene Fachkraft die Erziehungsberatungsstelle steht und bei Bedarf unser Kooperationspartner ist. Wenn eine Gefährdung auf andere Weise nicht ausgeschlossen werden kann, muss das Jugendamt informiert werden.

 

 

1.4. Unsere curricularen Bezugs- und Orientierungsrahmen

BEP – Bildungs- und Erziehungsplan

Der Bayr. Bildungs- und Erziehungsplan versteht Erziehung und Bildung als ein auf Dialog ausgerichtetes Geschehen zwischen gleichwertigen Personen. Er ist vor dem Hintergrund eines Menschenbildes entworfen worden, der das Kind als ein Wesen ansieht, das auf Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit vorbereitet wird. Mit Neugier und Kompetenzen ausgestattet, erkundet und erforscht es – mit Unterstützung der erwachsenen Bezugspersonen – sich selbst und die Welt um sich herum. Es eignet sich dabei Wissen an.                                             Der Bezugspunkt erzieherischen Denkens und Handelns ist daher das Kind als vollwertige Persönlichkeit, das zu seiner Entfaltung auf vielfältige Anregungen von Seiten der Erwachsenen angewiesen ist.

 

Ein solches Bild vom Kind verlangt vom Erwachsenen:

– Akzeptanz und Respektierung des Kindes

– Impulse gebende und unterstützende Begleitung des Kindes

– Förderung der Eigenaktivität und Selbstgestaltung des Kindes

– Stärkung des Wohlbefindens und Selbstwertgefühl des Kindes

– Das Bewusstsein, dass alle Beteiligten Lernende und Lehrende sein können. Das heißt, dass mit den Kindern gemeinsam klare Regeln und Grenzen ausgehandelt werden und deren Einhaltung vereinbart wird.