Ganzheitliche Bildung – Lernen in Projekten

Projektarbeit

Durch das Arbeiten in Projekten bieten wir den Kindern vielfältige Formen der Beteiligung.Die Projekte sind inhaltlich anspruchsvoll gestaltet und sprechen die Lust am Lernen und den Erlebnishunger der Kinder besonders an. Diese Form der Arbeit gibt uns die Möglichkeit, neben alltäglichen Angeboten andere Elemente in die Praxis aufzunehmen und für neue Erlebnisse der Kinder und der Erwachsenen innerhalb und außerhalb des Kindergartens zu sorgen. Wir Erzieherinnen sind Begleiterinnen und begeben uns im Projekt mit den Kindern auf den Weg des Forschens und gewinnen immer wieder neue Erkenntnisse.

Durch die Projekte spüren die Kinder eine noch größere “Lust auf die Welt” als wir sie ihnen in unserer alltäglichen Arbeit im Kindergarten schon bieten, denn Projekte bieten uns und den Kindern eine Erweiterung unseres Handlungsspielraumes und somit neue Spiel- und Lernmöglichkeiten auch außerhalb des Kindergartengeländes.

 

Einige Beispiele für Projektarbeit bei uns im Kindergarten:

  • Bei dem Projektthema “Schule” sind die Kinder beteiligt, die im folgenden Jahr die Schule besuchen werden.
  • Über einen längeren Zeitraum von Weihnachten bis Ostern wird z.B. der Lebensweg Jesu mit den Kindern erarbeitet. Die Projekte werden von unserer Pfarrerin durch ihre Mitarbeit aktiv unterstützt.
  • Kleinere Projekte wie z.B. Märchen, Winter …. aus dem Kindergartenjahreskreis
  • Kochen und Backen, Heu und Wiese usw.

Natürlich werden auch Themen, die von den Kindern eingebracht werden bzw. aus ihrem unmittelbaren Lebensbereich kommen spontan und flexibel als Projekt bearbeitet (z.B. Bauernhof, Wald, Wasser …….. ) Die Kinder haben dabei die Möglichkeit ihr Wissen und Können einzubringen und spielerisch im Kindergarten noch zu erweitern. In der Projektarbeit legen wir Wert darauf, dass das Thema ganzheitlich an die Kinder herangebracht wird und sie die Inhalte mit allen Sinnen erfahren und erleben dürfen. Dies ist auch im Bildungs- und Erziehungsplan aufgeführt und ein großer Anspruch an die pädagogische Arbeit im Kindergarten.

 

Lernen in Alltagssituationen

Neben dem Arbeiten in Projekten und mit gezielten Angeboten ist es uns sehr wichtig, dass auch die Bereiche im Alltag so gestaltet sind, dass sie für die Kinder Lernsituationen darstellen. In jedem Handlungsablauf im Kindergarten verbergen sich Erziehungsziele und Förderbereiche, die sich das Kind so spielerisch und ganz nebenbei aneignet. Angefangen beim An- und Ausziehen und all den anderen lebenspraktischen Fähigkeiten bis hin zum Helfen beim Tischdecken, bei dem Bereiche wie Mathematik, Gleichgewicht, Motorik usw. gefördert werden, gibt es noch so viele Bereiche im Alltag, die man beim Gedanken an die Lernerfahrungen der Kinder nicht unberücksichtigt lassen sollte. Dieser Teil des Lernens nimmt einen viel größeren Stellenwert und mehr Zeit ein, als die gezielt geplanten und durchgeführten Angebote.

 

 

Projektgruppen

In unserem Kindergarten gibt es drei gruppenübergreifende Projekte, die regelmäßig stattfinden.

 

Vorlesetag:

Jeden Montag findet im Kindergarten ein Vorlesetag statt, den eine Erzieherin vorbereitet. Die Kinder aus beiden Gruppen werden in drei Kleingruppen nach Alter aufgeteilt. Die Mitarbeiterin gestaltet dann Bilderbuchvorträge, Geschichten oder Märchenerzählungen, die sie den Kindern ganzheitlich vermittelt. Sie beachtet dabei für jede Gruppe die altersgerechte Umsetzung von Inhalt und Sinn der Themen. Dieses Angebot findet je nach Inhalt im Intensivraum oder im Turnraum statt.

 

Bewegter Ganztag:

Freitags bereiten zwei Erzieherinnen wöchentlich das Projekt “Bewegter Ganztag” für die Kinder aus beiden Gruppen vor. Es werden wieder drei Kleingruppen nach Alter gebildet und die Kinder sind gruppenübergreifend gemischt. Dieses Angebot findet im Turnraum statt und wird jede Woche mit anderen Inhalten, Themen und Lernzielen geplant.

 

Projekt der Generationen:

Schon seit einigen Jahren besuchen wir das AWO – Altenheim in unserer Nachbarschaft zu bestimmten Gelegenheiten wie zum Beispiel St. Martin, singen Lieder oder gehen mit unseren Laternen durchs Haus. Vor einiger Zeit haben wir in Absprache mit der Heimleitung die Zusammenarbeit noch intensiviert und das “Projekt der Generationen” ins Leben gerufen. Regelmäßige Termine werden festgelegt, an denen sich die Kinder und die Heimbewohner treffen und gemeinsam verschiedene Angebote wahrnehmen. Beispiele hierfür waren das Angebot im Bereich Ernährungserziehung “Wir bereiten gemeinsam einen Obstsalat zu” oder das Krativangebot “Wir basteln für Ostern”. An diesem Angebot dürfen Kinder ab 4 Jahren freiwillig in einer Gruppe bis zu ca. 15 Kindern teilnehmen. Es ist auch geplant, dass im Sommer Angebote im Kindergarten stattfinden und die Bewohner dazu in unsere Einrichtung bzw. den Garten kommen.

 

 

 

Transparenz der täglichen Arbeit

Die Zusammenarbeit und der Austausch mit den Eltern wird in unserer Einrichtung als sehr wichtig erachtet. Nur wenn Kindergarten und Eltern sich bemühen, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und zu erhalten, kann konstruktiv und positiv an der Entwicklung des Kindes gearbeitet werden. Das Eingehen einer Erziehungspartnerschaft soll allen Beteiligten oberstes Ziel sein.

 

Tür- und Angelgespräche:

Während der Bring- und Abholzeit besteht die Gelegenheit, sich kurz mit den Eltern auszutauschen. Oft sind diese kleineren Informationen sehr wichtig für den Tag. Gerade in der Bringzeit bekommt man von den Eltern Informationen, die im Alltag von Nutzen sein können. Ebenso sind die Eltern über die Informationen, die sie beim Abholen ihres Kindes bekommen, oft sehr dankbar, weil sie dadurch den Alltag des Kindes besser nachvollziehen können.

 

Wochenplan:

In unserer Einrichtung ist es üblich, Planungen und Aktivitäten für die Eltern in einem Wochenplan festzuhalten. Dieser enthält das Geschehen in der Gruppe, das voraussichtlich stattfinden wird. Änderungen sind natürlich vorbehalten und von der jeweiligen Alltagssituation der Kinder abhängig. Der Wochenplan hängt vor den beiden Gruppen aus.

 

Gruppentagebuch:

Um den Tagesablauf im Kindergarten für die Eltern transparenter zu machen, legen wir neben dem Wochenplan noch unsere Gruppentagebücher aus. In diese Bücher schreiben die Betreuerinnen das Geschehen vom Tag, z.B. Thema des Stuhlkreises, Angebote in der Freispielzeit, Vorschularbeit usw. Das Tagebuch liegt im Gang vor der Tür der jeweiligen Gruppe aus.

 

Fotodokumentation:

Viele Ereignisse im Kindergartenalltag, wie Erntedank, Nikolausbesuch, Osterfeier, finden bei uns ohne Beteiligung der Eltern statt. Damit sie aber sehen können, was ihr Kind erlebt hat, werden Fotos gemacht und im Kindergarten ausgestellt.
Außerdem werden auch sogenannte Lerndokumentationen von den verschiedenen Projekten angefertigt und im Gang präsentiert. Dadurch erfahren Eltern und Besucher viel über die pädagogischen Inhalte und Lernerfahrungen der Kinder.

 

Exkursionen:

Ausflüge mit den Schulanfängern: Wir besichtigen ausgewählte Einrichtungen im Stadtbereich, wie Feuerwehr, Krankenhaus, Bank, …..

Spaziergänge: je nach Wetterlage erkunden wir unsere Umgebung

Ausflüge: Am Ende des Kindergartenjahres machen die Schulanfänger einen größeren Ausflug mit den Betreuerinnen, z.B. zur Veste Oberhaus, nach Pullman City, usw. Große Ausflüge mit den Eltern werden zusammen mit dem Elterbeirat geplant und durchführt.