Bildungsqualität und Innovation

Bildungsqualität und Innovation – unsere Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung

 

 

Beobachtung und Dokumentation

Die Beobachtung von Entwicklungsprozessen ist Bestandteil des erzieherischen Alltags und bildet eine wesentliche Grundlage für pädagogisches Handeln im Kindergarten. Die Ergebnisse der Beobachtungen von Kindern sind unter anderem auch Grundlage für Gespräche mit Eltern, Schulen und Fachdiensten. Dies kann aber nur in Absprache mit den Eltern geschehen, da der Kindergarten ohne ihre Zustimmung der Schweigepflicht obliegt.

 

Als geeignete Hilfsmittel dienen uns die Beobachtungsbögen:

Perik    –   positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag

Seldak  –  Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern

Sismik  –  Sprachentwicklung bei Kindern mit Migrationshintergrund

Ebenso wichtig sind uns aber auch unsere selbst erstellen Dokumentationsbögen und Notizen, die wir im Kindergartenalltag verwenden. Sie helfen uns, das Verhalten des Kindes in bestimmten Situationen des Alltags oder bei Angeboten festzuhalten. Diese Beobachtungen und Erkenntnisse fließen ebenfalls in die Elterngespräche mit ein.

 

 

Portfoliomappe / Erinnerungsalbum

Beobachtung und Dokumentation des täglichen Geschehens im Kindergarten ist sehr wichtig. Seit einiger Zeit arbeitet unsere Einrichtung mit Portfolio – Ordnern. Das ist eine Ansammlung von Dokumenten, die unter aktiver Beteiligung der Kinder zustande kommen und etwas über die Lernprozesse der Kinder aussagen. Sie enthalten Lieder, Fingerspiele, Zeichnungen, Dokumentationen, Bilder, Fotos und vieles mehr.

Portfolios dienen uns in erster Linie dazu, den Eltern die Entwicklung ihres Kindes zu verdeutlichen, aber sie spiegeln auch aussagekräftig die Lebenswelt des Kindergartens wieder. Die Dokumente werden in einem Ordner aufbewahrt, den die Eltern und Kinder am Ende der Kindergartenzeit überreicht bekommen. Im Laufe der Kindergartenzeit ist das Portfolio jederzeit für die Kinder und Eltern einsehbar.

 

 

Fortbildungen 

Nach der Dienstordnung für erzieherisch tätige Mitarbeiter in Kindertagesstätten ist jeder Mitarbeiter verpflichtet, sich selbständig beruflich fortzubilden bzw. an fachbezogenen Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Für uns als evangelischer Kindergarten stehen hierfür die Arbeitskreise der evang. Landeskirche auf Regionalebene und die Fortbildungsmaßnahmen auf Landesebene zur Verfügung. Gerne nehmen wir auch die Fortbildungsangebote des Caritasverbandes vor Ort war. Zu Beginn des Kindergartenjahres wird am Planungstag über die Themen gesprochen, die im kommenden Kindergartenjahr aktuell sein werden. Hierfür werden dann Fortbildungen ausgesucht. Jedes Mitglied des pädagogischen Personals sollte dabei in Absprache mit dem Träger mindestens einmal im Jahr auf eine Fortbildung gehen, um die Qualität der pädagogischen Arbeit immer weiter zu fördern. Stehen vom Inhalt her weitläufigere Themen an, bildet sich das ganze Team an einem Fortbildungstag mit einem Referenten fort. Laut BayKiBiG dürfen hierfür bis zu 5 Tage im Jahr außerhalb der gesetzlich geregelten Schließtage genommen werden.

 

Passauer pädagogische Tage:

In Passau haben wir eine Besonderheit zum Thema Fortbildungen. Für pädagogische Mitarbeiter in Kindertagesstätten und für Grundschullehrkräfte wurden Fortbildungen zusammengetragen, die es allen Interessierten aus diesem Bereich ermöglichen, sich im breiten Spektrum zum Themenbereich der Kindererziehung zu informieren, sich fachlich auszutauschen und sich weiter zu bilden.

 

 

Fachberatung

Die Fachberatung konzentriert sich auf die teambezogene und einrichtungsübergreifende Beratung für Personal und Einrichtungsträger sowie auf die kontinuierliche fachliche Begleitung der pädagogischen Prozesse. Zur Qualifizierung der Arbeit in den Kindergärten und als Impulsgeber für Veränderungen wird sie gerne zu Rate gezogen.

Die Fachberatung unterstützt das Praxisfeld durch eine zielgerichtete Sitzationsanalyse und gibt davon ausgehend Empfehlungen an das Team und den Träger.
Zu wesentlichen Aufgaben der Fachberatung gehören also die Klärung von Fragestellungen aus dem pädagogischen Alltag und ihre Umsetzung, z.B. bei der Konzepterstellung, der Qualitätsentwicklung und der Konfliktberatung.

Aber auch bei Fortbildungen stellt sie die Kooperation zwischen Einrichtung und Referent her und unterstützt bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die für uns vom evang. Landesverband für Kindergärten zuständige Fachberaterin hat ihren Sitz in Regensburg.

 

 

Leiterinnenkonferenzen

Für die Reflexion der pädagogischen Arbeit und deren Umsetzung im eigenen Kindergarten treffen sich die Leitungen der Kindergärten der Stadt Passau dreimal jährlich zum Austausch. Unter der Anleitung der Fachberaterin der Caritas werden hier wesentliche Informationen, die für die Einrichtung wichtig sind, besprochen. Der Austausch fördert die Kooperation zwischen den einzelnen Kindergärten in Passau. Als evangelischer Kindergarten haben wir noch die Möglichkeit, uns mit den evangelischen Kindergärten des Evang.-Luth. Dekanat Passau in regelmäßigen Abständen auszutauschen. Dies geschieht unter Anleitung der Fachberatung oder Führung der einladenden Kindergartenleitung. Somit wird die Arbeit am Kind ständig mit Fachkräften reflektiert und gefördert.

 

 

Träger- und Mitarbeitergespräche

Einmal im Jahr soll die Kindergartenarbeit auf anderer Ebene besprochen werden. So ist es bei uns üblich, dass sich die Mitarbeiterinnen des Teams zum Gespräch mit der Leitung des Kindergartens einfinden und bestimmte Themen in Einzelgesprächen bearbeiten. Dies geschieht auch auf der Ebene Kindergartenleitung und Träger.

 

 

Begehung durch Sicherheitsbeauftragte

In regelmäßigen vorgeschriebenen Abständen kommen Sicherheitsbeauftragte in unser Haus. Zum einen sind dies bei uns die Dekra, die sich um die Sicherheit der Außenspielgeräte kümmert und zum anderen der B.A.D., der die Sicherheit im Inneren des Kindergartens überprüft und den Betriebsarzt für die Mitarbeiterinnen stellt. Die Sicherheit der Kinder und die des Fachpersonals hat bei uns einen hohen Stellenwert.

 

 

Elternbefragungen

Einmal im Jahr richten wir an unsere Eltern eine Elterbefragung, um dabei die Zufriedenheit mit der Einrichtung und ihren einzelnen Bereichen zu ermitteln. Dies bietet den Eltern eine zusätzliche Möglichkeit Verbesserungsvorschläge, Kritik und Lob in einem geschützten Rahmen anzubringen. Für uns sind die Ergebnisse solcher Befragungen sehr von Bedeutung, damit wir unsere Qualität immer weiter verbessern können und auf mögliche Störfaktoren eingehen können.

 

 

Unsere Angebotspalette für Eltern

Begleitung von Übergängen – Eingewöhnungszeit / Schulanfang

Die Eltern können die erste Zeit ihr Kind im Kindergarten begleiten und bei der sanften Eingewöhnung und Ablösung unterstützen. Sie sind dabei am Anfang Begleiter, Spielpartner und Stütze für ihr Kind. Um diese Phase ganz flexibel und je nach Bedarf zu gestalten, finden Gespräche zwischen Eltern und Personal der Einrichtung statt.

Auch der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für die Eltern ein sehr sensibles Thema. Wir beraten sie hier durch Gespräche in eventuell anfallenden Entscheidungsfindungen (Rückstellung, Wahl der passenden Schulform usw.). Außerdem gestalten wir den Abschied vom Kindergarten sowohl für die Kinder als auch für die Eltern sehr würdevoll und feierlich und machen somit etwas ganz Besonderes daraus.

 

Informationen und Austausch – Elterngespräche

Ein wichtiger Bereich in der Elternarbeit sind die Gespräche zwischen Eltern und Erzieherinnen. Neben dem kurzen „Tür- und Angelgesprächen“, die jederzeit möglich sind, haben die Eltern bei Bedarf die Möglichkeit, sich mit uns über den Entwicklungsstand ihres Kindes in einem Gespräch auszutauschen. Es wird ein Termin vereinbart, an dem die Eltern allein mit der pädagogischen Fachkraft Zeit und Raum für ein ruhiges Entwicklungsgespräch über das Kind haben. Die Erzieherin bereitet sich darauf intensiv vor. Es werden Erfahrungen und Beobachtungen ausgetauscht, die die Entwicklung des Kindes in verschiedensten Bereichen widerspiegeln, wie z.B. Sprache, Sozialverhalten usw. betreffen. Als Vorlage für unsere Gespräche dienen die Beobachtungsbögen, eigene Notizen und die Portfolioordner.

Neben dem Angebot für Entwicklungsgespräche haben die Eltern jederzeit auch die Möglichkeit, mit uns Problem-, Informations-, Klärungs- oder sonstige Gespräche zu führen.

Elternberatung und die Vermittlung von Fachdiensten

Wir wollen die Eltern so gut es geht in ihren Anliegen unterstützen und vermitteln ihnen deshalb unseren Erfahrungsschatz. Sollten dennoch Defizite auftreten, bieten wir die Möglichkeit an, Fachdienste zu vermitteln, die die Familien unterstützen. Dabei ist ein regelmäßiger Austausch mit den jeweiligen Fachdiensten unumgänglich. Wir stehen deshalb ständig mit der Frühförderung, dem PPD und Fachkräften in Verbindung. Der PPD kommt zu Beginn des Kindergartenjahres, um in Absprache mit der Gruppenleitung Kinder, die eventuell Förderung brauchen zu überprüfen. Dies geschieht natürlich mit Einverständniserklärung der Eltern.

 

 

Beteiligung, Mitverantwortung und Mitbestimmung – Elternbeirat

Die Aufgaben des Elternbeirates sind im BayKiBiG Artikel 14 klar definiert. Im Absatz 3 wird verdeutlicht, dass in jeder Einrichtung ein Elternbeirat einzurichten ist, um die Zusammenarbeit zwischen Eltern, pädagogischem Personal und Träger zu verbessern.

Bei uns geschieht die Wahl des Elternbeirates meist im Monat Oktober. Zuerst sammeln wir die Wahlvorschläge auf einer im Kindergarten ausgehängten Liste. Danach wählen wir in einer geheimen Briefwahl. Die Gewählten legen in der ersten Sitzung nach der Wahl ihre Ämter (1. und 2. Vorsitzender, Kassier und Schriftführer) fest. Die Namen der Elternvertretung hängen für alle sichtbar im Eingangsbereich aus.

„Der Elternbeirat wird von der Leitung und dem Träger informiert und gehört, bevor wichtige Entscheidungen getroffen werden. Der Elternbeirat berät insbesondere über die Jahresplanung, die Planung und Gestaltung von regelmäßigen Informations- und Bildungsveranstaltungen für die Eltern, die Öffnungs- und Schließzeiten und die Festlegung der Höhe der Elternbeiträge.“

(Artikel 4 BayKiBiG)

In regelmäßigen Sitzungen werden anfallende Themen zusammen mit dem Team und dem Träger besprochen und abgearbeitet. Der Elternbeirat unterstützt uns in vielen Veranstaltungen unserer Einrichtung durch die Übernahme der Bewirtung und hilft auch sonst in vielen Bereichen engagiert mit. Eine Aufgabenbeschreibung für den Elternbeirat und die einzelnen Ämter ist im Kindergarten erhältlich.

 

Mitarbeit in der Einrichtung – Eltern als Kooperationspartner

Vor allem die Mitglieder des Elternbeirates, aber auch alle anderen Eltern tragen  regelmäßig in verschiedenen Bereichen unserer Arbeit durch ihr Können, ihre Zeit und ihren Einsatz zum Gelingen der Vorhaben bei. Von den selbstgebackenen Kuchen für Veranstaltungen über Mithilfe beim Vorbereiten, Planen und Durchführen von Festen bis zum Einbringen von persönlichen Fähigkeiten in die pädagogische Arbeit helfen uns die Eltern immer wieder dabei, unsere Einrichtung zu einem Ort des Miteinanders zu machen. Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit ist eine Bereicherung für alle Beteiligten.

 

 

Stärkung der Elternkompetenz: Bildungsangebote und Elterntreffpunkte

Mehrmals im Jahr bietet sich den Eltern die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Veranstaltungen auszutauschen und sich über bestimme Themen zu informieren:

 

Kaffeenachmittage und Kennenlernnachmittag:

Um den Eltern die Gelegenheit zu geben, sich in lockerer Atmosphäre mit anderen auszutauschen und sich besser kennen zu lernen, bieten wir mehrmals im Jahr sogenannte Kaffeenachmittage an, die meist vom Team, aber auch gelegentlich vom Elternbeirat vorbereitet werden. Dabei besteht die Möglichkeit, dass die Kinder von einem Teil der Erzieherinnen betreut werden. Ein wichtiger Kaffeenachmittag im Kindergartenjahr ist der erste Kennenlernnachmittag im Oktober, an dem die neuen Eltern die Möglichkeit haben, das Personal und die Eltern der anderen Kinder näher kennen zu lernen.

 

Bastelnachmittage:

Immer wieder möchten wir für die Eltern etwas Neues im Kindergarten anbieten. In unregelmäßigen Abständen laden wir zu Bastelnachmittagen wie z.B.  Perlenketten basteln oder Adventskranzbinden, Schultütenbasteln usw. ein.

 

Informationsveranstaltungen: 

Um bestimmte Themen des Kindergartenalltages mit den entsprechenden Eltern besprechen zu können, laden wir zu Informationsveranstaltungen in den Kindergarten ein. Diese werden meist von den Erzieherinnen geleitet und enthalten Inhalte wie Anmeldung, Eingewöhnung, Einschulung, Krankheiten.

 

 

Elternabende:

Immer wieder bieten wir im Kindergarten Elternabende zu verschiedenen Themen an, die das Team oder auch die Eltern vorschlagen. Auch der Elternbeirat ist oft in die Planung oder Gestaltung solcher Abende mit einbezogen. Beispiele für solche Elternabende sind Vorträge von Heilpraktikern, Erste-Hilfe-Infoabend, Vorträge mit Erziehungsthemen usw.

 

Feste / Feiern:

Im kirchlichen, aber auch im weltlichen Jahreskreis gibt es viele Feste und Feiern, die im Kindergarten gefeiert werden. Einige Feiern (z.B. der Besuch vom Nikolaus, Osterfeier…) finden im Laufe des Vormittags ohne Eltern statt. Andere (St. Martin, Sommerfest usw.) werden im größeren Rahmen zusammen mit den Eltern, Freunden und Bekannten gefeiert.

 

Gottesdienste:

Unsere nächstgelegene Kirche ist die evang.-luth. Friedenskirche in Passau/Haidenhof. In Kooperation mit der zuständigen Pfarrerin Frau Häberlein gestalten wir regelmäßig Familiengottesdienste mit der Kirchengemeinde bzw. kindergartenintern.

 

Informations- und Elternbriefe:

In regelmäßigen Abständen finden die Eltern in ihrer Elternpost einen Elternbrief. Dieser enthält wichtige Informationen über den Kindergarten wie Termine, Projekte, Vorschulaktivitäten, Einladung zu Festen und Vieles mehr. Außerdem bekommen die Familien bei Bedarf immer wieder Informationszettel und Briefe, in denen auf bestimmte Vorhaben und Aktionen des Kindergartens hingewiesen wird.